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Kirchen & Kapellen

Apostelkirche Ovenstädt - Petershagen

Kirchen & Kapellen · Teutoburger Wald · 46 m
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  • Apostelkirche Ovenstädt - Petershagen
    / Apostelkirche Ovenstädt - Petershagen
    Foto: Sigwardsweg-Verein e.V.
Besuchen Sie die Ovenstädter Apostelkirche, welche aus der romanischen Zeit stammt.

Die Ovenstädter Gemeinde gehört zu den Urpfarreien des Weserraums. Ihre Wurzeln liegen in der Missionierung unter dem Kaiser Karl dem Großen. Der jetzige Kirchbau stammt aus romanischer Zeit (1000 - 1200). Erstmalig wurde die Kirche im Jahr 1204 urkundlich erwähnt.

Vor der Kirche stand bis Dezember 2014 eine Friedenseiche aus dem Jahr 1813, die nach der Völkerschlacht bei Leipzig gepflanzt wurde.

Leider mußte diese Eiche wegen eines Pilzbefalls im Dezember 2014 gefällt werden. Im Frühjahr2016 (Gemeindebrief Juni-September 2016) wurde eine neue Eiche als Ersatz gepflanzt.

Der mächtige Turm der Kirche gehörte ursprünglich nicht zum Kirchenschiff. In Friedenszeiten wurden im Turm zur Gottesdienstzeit die Pferde der Besucher aus den umliegenden Dörfern des Kirchspiels untergestellt. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zwischen den Grafen von Hoya und den Fürstbischöfen von Minden diente er bis ca. 1770 als Wehrturm der einheimischen Bevölkerung. Die Schießscharte an der Südseite ist noch gut sichtbar. 

 Im Vordergrund befindet sich die Sakristei mit dem Gernheimer Kirchenfenster. Das Außenmauerwerk ist aus Obernkirchener Sandstein gefertigt. Aus der romanischen Zeit ist das Eingangsportal noch gut sichtbar. Es wird seit der letzten Kirchenrenovierung 1991 wieder als Haupteingang benutzt. Die alten Obernkirchener Sandsteine haben an einigen Stellen größere Ausbuchtungen. Der Grund liegt darin, dass die Gottesdienstbesucher an diesen Stellen die Messer gewetzt haben. Die herabfallenden Sandkörner wurden in einem Taschentuch aufgefangen, um sie als Schutz- und Glückbringer von dem Gotteshaus mit nach Hause zu nehmen.

Der romanische Taufstein ist acht- bis neunhundert Jahre alt und stammt aus der Vorgängerkirche. Er ist wie die Außenmauern aus Obernkirchener Sandstein gefertigt und besteht aus zwei Teilen. Der Fuß zeigt germanische Fruchtbarkeitssymbole. Der Taufstein hat eine wechselvolle Geschichte erlebt: Bei der barocken Umgestaltung 1772 wurde der Taufstein für 5 Taler an einen Bauern in der Nähe verkauft. Erst 1937 hat die Gemeinde das verschollene große Taufbecken in einer Scheune wieder entdeckt. Aus dem Taufbecken sollen die Pferde des Bauern gefressen haben. Ebenfalls wurden Messer am Rand des Beckens geschliffen.

Im Zuge des Umbaus der romanischen Kirche zu einer spätbarocken wurde das Steingewölbe abgebrochen und ein Holzgewölbe mit Weiden-Lehm-Gefachen eingebaut. Die kleinen romanischen Fenster wurden durch große Fenster ersetzt. Das Kirchenschiff wurde nach Osten verlängert und der Turm zur Kirche hin geöffnet. Die Emporen mit Ausmalungen eines ostpreußischen Malers sowie die Kanzel und die Orgel über dem Altar wurden neu eingebaut. Die zwölf Apostelbilder stammen ebenfalls aus der Zeit des Spätbarock. Die Emporen und die Ausmalung sind noch im Original erhalten geblieben. Das Gehäuse der Orgel stammt aus dem Jahr 1772. Statt Gold wurde bei der barocken Umgestaltung des Kirchenraumes nur zitronengelb als Goldersatz verwandt: Zitronengelb war damals das Gold der armen Leute. 

An der Orgelempore befinden sich seit 1937 die zwölf Apostelbilder, die wahrscheinlich aus dem Jahre 1724 stammen. Bei den zwölf Bildern fehlen Judas Ischarioth, Judas Thaddäus und Thomas, die durch Paulus, Matthias und Jesus Salvator (=Erlöser) ersetzt werden. Der Grund liegt wohl darin, dass nur diese Jünger heilig seien, denn vor jedem Namen ist ein großes „S“ für Sanctus (=heilig) eingefügt. 1937 wurden die Apostelbilder wieder entdeckt und von dem Kirchenmaler Bußmann restauriert.

Öffnungszeiten

Offene Kirche jährlich vom 1.Mai bis 31. Oktober

Kirchenführungen nach Absprache möglich

Gottesdienste siehe unter www.kirchengemeinde-ovenstaedt.de/gottesdienste

Profilbild von Mühlenkreis Minden-Lübbecke
Autor
Mühlenkreis Minden-Lübbecke
Aktualisierung: 27.03.2020

Anfahrt

Über die B61 abfahren auf die Westenfelder Straße und dann Richtung Ovenstädt fahren

Koordinaten

DD
52.417135, 8.971772
GMS
52°25'01.7"N 8°58'18.4"E
UTM
32U 498080 5807435
w3w 
///schlaf.erfolgen.träumt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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32469 Petershagen
Telefon 05707- 9 19 91 66

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