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Städtetouren

Kleiner Stadtführer durch den historischen Stadtkern von Brakel

Städtetouren · Teutoburger Wald
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Stadt Brakel Verifizierter Partner 
  • Speicherhaus
    / Speicherhaus
    Foto: Stadt Brakel
  • Rolandsäule
    / Rolandsäule
    Foto: Stadt Brakel
  • Kapuzinerkirche
    / Kapuzinerkirche
    Foto: Stadt Brakel
  • Kloster Mariae Opferungstal-Brede
    / Kloster Mariae Opferungstal-Brede
    Foto: Stadt Brakel
  • Brunnen auf dem Martkplatz
    / Brunnen auf dem Martkplatz
    Foto: Stadt Brakel
  • Alte Waage
    / Alte Waage
    Foto: Stadt Brakel
  • Stadtmuseum Brakel
    / Stadtmuseum Brakel
    Foto: Stadt Brakel
0 150 300 450 m km 0.2 0.4 0.6 0.8 1 1.2 1.4 1.6 1.8 2 2,1 km Länge

Dieser Rundweg durch den historischen Stadtkern Brakel gibt Ihnen ausgewählte Informationen über bedeutende Bauten und Plätze der alten Hansestadt .
leicht
2,1 km
0:45 h
15 hm
15 hm
Der Stadtrundgang beginnt am Marktplatz Brakel. Dort sind die folgenden Gebäude zu besichtigen:

Das Rathaus hat einen romanischen Mittelteil, der um 1250 erbaut wurde. Um 1410 wurde es im gotischen Stil mit Treppengiebel erweitert. Das Renaissance-Portal mit Korbbogen und verzierter Quadereinfassung ist aus dem Jahr 1573. An der Marktseite finden Sie zwei Inschriftensteine mit Sinnsprüchen.

Wenn Sie vor dem Rathaus stehen, befindet sich rechts das Haus des Gastes . Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Ackerbürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert mit klassizistischer Vorderfront. Die Vorgängerbauten sind aus dem 14. Jahrhundert. Heute befinden sich in diesem Gebäude die Tourist-Information, das Stadtmuseum und Schulungsräume für die VHS.

Die Alte Waage befindet sich links vom Rathaus. Dieses gotische Steinhaus wurde um 1350 als Stadtsitz der Ritter von Modexen erbaut. Es diente der Stadt um 1553 als Lagergebäude für Korn als Naturalsteuer der Bürger an die Stadt, dann als Stadtwaage mit Wohnungen, zeitgleiche Nutzung als Gefängnis und Spritzenhaus, schließlich Stadtkasse und Polizeistaton. Nach der Restaurierung wurde hier das Stadtarchiv und der Sitzungssaal des Rates neu eingerichtet. Das Erdgeschoß steht heute Ausstellungen zur Verfügung.

Vor dem Rathaus steht die Rolandsäule . Es handelt sich hierbei um eine gotische Säule von 1385, die als Zeichen des Marktrechts und später auch als Pranger diente.

Der Marktbrunnen wurde 1988 von Hubert Löneke, Aachen, geschaffen. Die beiden Figurengruppen auf der Brunneneinfassung zeigen Begebenheiten aus der Brakeler Märchen- und Sagenwelt.

Wenn Sie hinter das Rathaus gehen, sehen Sie schon die Pfarrkirche St. Michael . Hierbei handelt es sich um eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika über kreuzförmigem Grundriss. Sie hatte mindestens einen Vorgängerbau, eine Saalkirche mit eingezogenem Rechteckchor aus dem 9. bis 12. Jahrhundert. Der gotische Hochchor wurde im 14. Jahrhundert gebaut. Die teilweise Erweiterung zur Halle entstand im 16. Jahrhundert und 1856. Von 1846 bis 1849 wurde der jetzige Turm (70 m Höhe) errichtet. Grundlegende Restaurierung fand 1989/99 statt. Die Kirche besitzt eine Orgel mit bemalten Seitenflügeln des Barockmalers Johann Georg Rudolphi.

 

Gehen Sie nun durch die Papengasse zur Nordmauer, biegen nach Rechts in die Spitalgasse und kommen zur Königstraße. Das Haus Nummer 7 ( Haus Sommer ) wurde 1836 erbaut. Es handelt sich um ein Fachwerkhaus in dem ehemaliger Landhandel stattfand. 1995 wurde es umgebaut und restauriert.

Das alte Speicherhaus , Königstraße 9, wurde 1821 von Zadoc Sudheim und Hanna Weiler erbaut. Die Mittelmühle , Königstraße 22, wurde erstmalig 1338 urkundlich erwähnt und war später die städtische Mühle. Um 1340 wurde die Neustädtische Siedlung ( Neustadt ) zur Aufnahme der Bürger von wüstgefallenen Orten (von sämtlichen Bewohnern verlassene Ortschaft) errichtet, die sogenannten Ackerbürgerhäuser.

Am Ende dieser Straße erreichen Sie eines der 4 Stadttore, das Königstor (Mesmekertor)   von 1329. Die Alte Schmiede wurde auf den Resten des Vortores errichtet. Die Wallanlage ist Teil der alten Stadtbefestigung.

Wenn Sie den Wall entlang bis zum Ende und dann nach Rechts gehen, kommen Sie zur Kapuzinerkirche . Die Kirche wurde von 1715 bis 1718 von dem westfälischen Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun erbaut. Wir empfehlen zunächst einen Gang um den alten Klosterbezirk (Klosterstr., Kapuzinergasse, Neustadt, Ostheimer Str.). Im rückwärtigen Bereich ist noch ein schöner Torbogen mit einer Antoniusfigur aus jüngerer Zeit zu sehen. Das an historischer Stätte (1904-1974 Krankenhaus) erbaute Antonius-Altenheim umschreitend, gelangen Sie von der Ostheimer Straße neben der Kapuzinerkirche in den ehemaligen Klostergarten. Das ehemalige Kapuzinerkloster wurde ab 1665  an Stelle des alten Heilig-Geist-Hospitals von 1304 gebaut. Hier -in der Nähe der Brucht- steht seit einigen Jahren der restaurierte Erinnerungsstein an den Gründer des dem hl. Kilian geweihten Klosters. Das Kloster war ein dreiflügeliger Bau in schlichten Barockformen. Von hier haben Sie auch einen eindrucksvollen Blick auf den rückwärtigen Teil der Kapuzinerkirche und auf das alte Kloster, heute Pfarrzentrum und Kreis-Caritas. Auf dem Rückweg zum Kircheneingang sehen Sie an der Gebäudeseite eine Grotte aus Schlackestein, darin steht eine Gottesmutterfigur von Lourdes. Wenn Sie die Straße weiter nach oben gehen, können Sie die schlichte Barockfassade der Kriche gut betrachten. Schlaun hat sich im Baustil an die gewünschte Zurückhaltung gehalten. Nur in der Üppigkeit des Portals hat er sich im barocken Stil und prächtigen Farben in seinem Wappen durchsetzen können. Das darüber gestellte einfache Kreuz entstammt der Altenbekener Eisengießerei aus dem Jahr 1769. Der Innenraum der Kirche ist in herkömmlicher westfälischer Bauweise gestaltet. Johann Conrad Schlaun hat auch die Innenausstattung mitgestaltet.

Wenn Sie die Ostheimer Straße weiter gehen, sehen Sie das Haus Nr. 14. Hierbei handelt es sich um die ehemalige Synagoge mit Rabbinerwohnung und Schule im Vorderhaus. Das Haus Nr. 8 ist das Legge-Haus aus dem 18. Jahrhundert. Dieses Haus war Gastwirtschaft mit Saal und Brauerei und das Geburtshaus von Petrus Legge, dem Bischof von Meißen (1932-51, im 3. Reich von den Nazis verfolgt). 1995 wurde das Haus restauriert.

Nun kommen Sie auf den Hanekamp (Fußgängerzone). Dort finden Sie das Torwächterhaus als Rest des von 1306 bis 1803 dort befindlichen Hanekämper Stadttores. Außerdem sehen Sie eine Kapelle und Grünanlagen, die von 1774 - 1884 als Friedhof von Brakel und Riesel und heute als Kriegerdenkmal genutzt werden.

Über die Westmauer gelangen Sie zum Thy und somit zur ältesten Verkehrsachse (Hellweg) und bevorzugtem mittelalterlichem Wohngebiet. Sie sehen dort das Gasthaus "Zur Meierei" von 1763, dem ehemaligen Amtshaus der Sepkermeierschaft und das Haus Ruprecht, vermutlich  ehemaliger Klosterhof mit Gewölbekeller.

Nach einigen Metern erreichen Sie den Ausgangspunkt, den Rathausplatz.

 

 

 

 

 

outdooractive.com User
Autor
Winfried Gawandtka
Aktualisierung: 27.02.2014

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
141 m
Tiefster Punkt
131 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

tourist-info@brakel.de

Start

Marktplatz Brakel (140 m)
Koordinaten:
Geographisch
51.716860, 9.184070
UTM
32U 512716 5729563

Ziel

Marktplatz Brakel

Wegbeschreibung

Die Tour startet auf dem Marktplaz vor dem Rathaus. Gehen Sie am Rathaus vorbei auf die Kirche zu und von dort die Papengasse entlang bis zur Nordmauer. Nun gehen Sie rechts die Nordmauer entlang, dann durch die Spitalgasse, bis zur Königstraße. Die Königsstraße gehen Sie links bis zum Ende, dann rechts über die Wallanlage und wieder rechts, auf die Ostheimer Straße Richtung Stadt. Die Ostheimer Straße führt Sie direkt zum Hanekamp (Fußgängerzone), von dort kommen Sie über die Westmauer auf die Straße "Am Thy" und schon sind Sie wieder am Rathaus angekommen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus und Bahn

Anfahrt

Autobahn A 44 (Dortmund-Kassel), Ausfahrt Warburg auf die Ostwestfalenstraße 252 Richtung Brakel

Von Paderborn über die Bundesstraße B 64 bis Abzweig Brakel

Ostwestfalenstraße 252 von Lemgo kommend die 1. Abfahrt, von Warburg kommend die 3. Abfahrt Brakel. Auf die Nieheimer Straße bis zur 1. Kreuzung, dort links auf den Bredenweg. Der Parkplatz ist auf der linken Seite.

Parken

z.B.: Parkplatz 9 am Bredenweg, Parkplatz 1 an der Nieheimer Straße
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Brakel, Kleiner Historische Stadtführer


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Schwierigkeit
leicht
Strecke
2,1 km
Dauer
0:45 h
Aufstieg
15 hm
Abstieg
15 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch

Statistik

: h
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