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Agrarhistorischer Rundwanderweg Brakel-Bellersen

Themenwege • Teutoburger Wald
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Stadt Brakel
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    Foto: Stadt Brakel
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Karte / Agrarhistorischer Rundwanderweg Brakel-Bellersen
0 150 300 450 m km 1 2 3 4 5 6 Werkhaus Bellersen Mühlengraben Flößwiesen im Bruchtetal Streuobstwiese am Schmandberg Wohnmobilhafen

Wenn Sie das Wandern durch Feld und Flur lieben und außerdem so ganz nebenbei noch etwas über die Umwelt und ihr Werden erfahren wollen, ist der Agrarhistorische Rundwanderweg genau das Richtige für Sie.
leicht
6,3 km
2:15 Std
96 hm
86 hm
Der Weg führt Sie 6 km durch Bellersen und den Raum südlich von Bellersen. Sie erkunden Dorf, Wiesen, Felder und Wälder. Entlang einer landschaftlich schönen Strecke erleben Sie eindrucksvolle Aussichten und Sie gewinnen Einsichten in die Landwirtschafts- und Forstgeschichte. An den einzelnen Stationen werden Sie auf Informationstafeln mit den historischen Gegebenheiten vertraut gemacht.

Folgende Stationen und Themen erwarten Sie.:

1. Am Ausgangspunkt in der Dorfmitte Bellersens können Sie sich über den Verlauf des Weges informieren.

2. Mühlengraben und Bleiche: Von dem Bach Bruchte zweigt an dieser Stelle der künstlich geschaffene Mühlengraben ab, der Bellersen durchfließt und südlich des Dorfes ein Mühlrad antreibt. Die Wiese zwischen Bruchte und Mühlengraben diente den Dorfbewohnern einst zur Bleiche des zumeist selbst produzierten Leinens.

3. Mühle: Vom Mittelalter bis zum Jahre 1965 war hier eine Mahlmühle in Betrieb. Das Mühlrad dreht sich immer noch.

4. Ehemalige Gartenanlage am Rammelsberg: Einige Hecken und Terrassenkanten sind die letzten sichtbaren Zeugnisse einer Vielzahl von kleinen Gemüsegärten, die hier in Dorfnähe als Ergänzung für die nicht ausreichenden Hausgärten z.T. noch bis ins 20. Jahrhundert hinein bestanden.

5. Heckrinder "Auerochsen": Auf Flächen, die in der modernen Landwirtschaft kaum noch gewinnbringend nutzbar sind, werden zunehmend wieder die Vorfahren unserer Hausrinder für Naturschutz und Landschaftspflege eingesetzt.

6. Flößwiesen im Bruchtetal: In den Jahren 1893/94 wurde in dem Wiesental unterhalb des Dorfes eine Flößanlage gebaut. Mit zwei Wehren wurde das Wasser des Baches gestaut und durch die Flößgräben über die Wiesen geleitet, um den Graswuchs zu fördern. Die Wehre und einige Abschnitte der Flößgräben der mittlerweile aufgegebenen Anlage sind noch vorhanden und veranschaulichen die Funktionsweise.

7. Dorfstelle Hemmenhusen, alte Landstraße am Süsterfeld und ehemalige Glashütte Sengenthal: Vom 9. bis zum 13. Jahrhundert lag hier das Dorf Hemmenhusen. Der heutige Flurname "Süsterfeld" (Schwesternfeld) bewahrt die Erinnerung an alte Rechtsverhältnisse, denn von den Hemmenhusener Äckern bezogen die Nonnen des Klosters Gehrden Abgaben. Ein Hohlwegrest ist das Relikt eines bis zum 19. Jahrhundert benutzten mittelalterlichen Fernweges. Südlich des Süsterfeldes markiert das ehemalige Forsthaus Sengenthal den Standort einer Waldglashütte.

8. Obstbaumpflanzungen auf dem Schmandberg: Eine große Streuobstwiese ist der immer noch beeindruckende und ökologisch wertvolle Rest einer in den Jahren ab 1892 angelegten Obstbaumpflanzung, die auf 272 ha Fläche zuletzt 3.200 Obstbäume verschiedener Sorten umfaßte. Wegen ungünstiger Bodenverhältnisse mußte der überwiegende Teil der Anlage wieder aufgegeben werden.

9. Aussichtspunkt Schmandberg: Von der Höhe des Schmandberges haben Sie einen weiten Blick auf das Bruchtetal bis auf die Stadt Brakel. Bemerkenswert ist auch die Lage der Hinnenburg auf einem Bergsporn über dem Tal.

10. Hude und Waldeigentum: Der Schmandberg diente dem Dorf Bellersen lange Zeit als Gemeindeweide. Das Hüten der Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe auf den Feldern, Ödländereien und in den Wäldern durch Hirten war bis in das 19. Jahrhundert die Grundlage der Viehhaltung. Auf einer Karte wird gezeigt, wem die Wälder um Bellersen gehören.

11. Waldentwicklung und Waldnutzung: Der Waldbestand um Bellersen hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts seine geringste Ausdehnung zu verzeichnen. Seitdem hat die Waldfläche in bedeutendem Maße zugenommen. Außerdem hat sich die Waldqualität durch eine zielgerichtete Forstpflege nachhaltig verbessert. Letzteres war nur möglich, da die über Jahrhunderte übliche Waldnutzung für bäuerliche Zwecke -vor allem als Viehweide- im 19. Jahrhundert aufhörte.

12. Aussichtspunkt Fahlenkämpen - Geologie und Landschaft: Die Lage des Aussichtspunktes am Waldrand gewährt einen guten Überblick über den Nordrand der Brakeler Muschelkalkschwelle und den Süden des Lippischen Keuperberglandes. Auf einer Tafel wird der geologische Aufbau der Landschaft dargestellt.

13. Die Veränderung der Landwirtschaft: Im 19. Jahrhundert wurde die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige Landwirtschaft geschaffen, indem man die über Jahrhunderte bewährten, aber die Einführung effektiverer landwirtschaftlicher Methoden verhindernden Rechts- und Wirtschaftsverhältnisse aufgab. Wie sich dadurch auch die Flurgestalt änderte, wird durch den Vergleich der ehemaligen und heutigen Wald- und Feldgrenzen nachvollziehbar.

14. Die Entwicklung des Dorfes Bellersen: Wenn Sie den Strickberg erreicht haben, liegt das Dorf Bellersen vor Ihnen. Anhand einer Karte wird gezeigt, wie das Dorf seit der Gründung um 800 v.Chr. in verschiedenen Ausbaustufen seine derzeitige Gestalt bekam.

 

 

 

 

 

outdooractive.com User
Autor
Beatrice Brinkmeyer
Aktualisierung: 30.10.2018

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
243 m
157 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

www.bellersen.de

werkhaus@bellersen.de

Tourist-Information Bellersen (05276/7202)

tourist-info@brakel.de

Start

Parkplatz vor der Kirche (172 hm)
Koordinaten:
Geographisch
51.776410 N 9.191290 E
UTM
32U 513197 5736187

Ziel

Parkplatz vor der Kirche

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus

Anfahrt

über die B 252

Parken

Parkplatz vor der Kirche
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
6,3 km
Dauer
2:15 Std
Aufstieg
96 hm
Abstieg
86 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch

Statistik

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