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Themenwege empfohlene Tour

Ein Rundgang durch die Kulturstadt Detmold

· 2 Bewertungen · Themenwege · Teutoburger Wald
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Stadt Detmold Tourist Information Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Marktplatz Detmold
    / Marktplatz Detmold
    Foto: Barbara Fromberger, Stadt Detmold Tourist Information
  • / Schlosspark
    Foto: Barbara Fromberger, Stadt Detmold Tourist Information
  • / Landestheater
    Foto: Barbara Fromberger, Stadt Detmold Tourist Information
  • / Lippisches Landesmuseum
    Foto: Nelson Teles, Stadt Detmold Tourist Information
  • / Krumme Straße
    Foto: Barbara Fromberger, Stadt Detmold Tourist Information
  • / Palaisgarten
    Foto: Barbara Fromberger, Stadt Detmold Tourist Information
  • / Adolfstraße Detmold
    Foto: Barbara Fromberger, Stadt Detmold Tourist Information
m 250 200 150 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km Lippisches Landesmuseum Parkplatz Kaiser- Wilhelm- Platz P 6 Volkshochschule Detmold Altstadt Hotel Detmold Donopbrunnen Lange Straße 19 Palaisgarten Landestheater Detmold

Auf diesem kleinen Rundgang durch die alte Residenz begegnen Ihnen zahlreiche interessante architektonisch und geschichtlich prägnante Wegpunkte, die Highlights der Kulturstadt.

 

leicht
Strecke 4,2 km
1:05 h
26 hm
26 hm

Los geht es auf dem Marktplatz am Donopbrunnen. Die nächste Station ist das Fürstliche Residenzschloss Detmold inmitten des idyllischen Schlossplatzes. Danach gelangen Sie zu den imposanten Gebäuden des Landestheaters Detmold und des Lippischen Landesmuseums, eines der ältesten Museen in NRW. Nachdem Sie den Kaiser-Wilhelm-Platz mit der mächtigen Christuskirche hinter sich gelassen haben, erreichen Sie im Gässchen "Unter der Wehme" das Geburtshaus des Lyrikers Ferdinand Freiligrath und das Sterbehaus des Dramatikers Christian Dietrich Grabbe. Auf dem nahegelegenen, bis 1880 für Bestattungen genutzen Weinbergfriedhof befinden sich die Grabstätten Christian Dietrich Grabbes und seiner Mutter Dorothea und der Fürstin Christine zur Lippe.
An die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnern die Gedenkstätten im Hinterhof der ehemaligen alten Synagoge in der Exterstraße und der ehemaligen, in der Reichspogromnacht zerstörten neuen Synagoge in der Lortzingstraße. 

 

Autorentipp

Als Ergänzung und Abrundung Ihres Rundgangs durch Detmold erhalten Sie in der Tourist Information Lippe & Detmold am Marktplatz weitere Informationen, Auskünfte und Tipps für Ihren Aufenthalt.
Profilbild von Christoph Brock
Autor
Christoph Brock
Aktualisierung: 11.03.2021
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
157 m
Tiefster Punkt
131 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

www.detmold.de/tourismus

Stadtarchiv Detmold

 

Start

Tourist Information Lippe & Detmold (134 m)
Koordinaten:
DG
51.935349, 8.878863
GMS
51°56'07.3"N 8°52'43.9"E
UTM
32U 491671 5753854
w3w 
///gärtner.einiges.treue

Ziel

Erinnerungstafel Lortzing, Brahms, Grabbe und Freiligrath (Lange Straße)

Wegbeschreibung

1. Vom Ausgang der Tourist Information geht es rechts zum Marktplatz. Der Donopbrunnen vor dem Rathaus, ein Geschenk der Familie von Donop,  zeigt eine Waldnymphe mit Rehen und wurde als Plastik der Romantik vom Dresdner Bildhauer Rudolf Hölbe im Jahr 1901 errichtet. Der Brunnen erinnert an die erste Wasserleitung der Stadt, von Berlebeck nach Detmold.  Die Erlöserkirche am Markt ist außer dem Schlossturm das einzige noch erhaltene mittelalterliche Gebäude, das den Stadtbrand von 1547 überstanden hat. Der heutige Bau stammt aus dem 14./15. Jahrh., der Turm wurde Ende des 16. Jahrh. hinzugefügt.

2. Weiter geht es zwischen Rathaus und Erlöserkirche in den Schlosspark mit dem Fürstlichen Residenzschloss, ein Weserrenaissancebau errichtet um 1550. Sein mittelalterlicher Turm ist zum Wahrzeichen der Stadt  geworden. 1949 verstarb Leopold IV., der letzte bis 1918 regierende Fürst. Das Schloss, das auch heute noch von Stephan Prinz zur Lippe und seiner Familie  bewohnt wird, ist im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Werfen Sie auch einen Blick durch das Hauptportal in den Innenhof des Schlosses!

3. Im Schlosspark, Richtung Stadthalle, steht das Denkmal des Regenten Ernst Graf zur Lippe Biesterfeld, der  zwischen 1897 - 1904 das Fürstentum regierte. Gegenüber, vor dem Tor, befindet sich ein Gedenkstein zu Ehren des Komponisten Albert Lortzings, der von 1826 - 1833 im Detmolder Hotheater wirkte.

4. Auf der anderen Straßenseite erhebt sich der mächtige Bau des Landestheaters. 1827 fand hier die erste Aufführung des Hoftheaters statt. 1912 wurde das Theater durch einen verheerenden Brand zerstört. In den Jahren 1914/15 wurde das neue Landestheater erbaut. Heute gilt das Theater als größte Reisebühne Europas und hat wesentlich dazu beigetragen, Detmold zu einer Kulturstadt zu machen.

5. Ein kleiner Abstecher in die Lortzingstraße bringt uns zum Gedenkstein und zur Gedenkstätte, der in der Pogromnacht 1938 zerstörten neue Synagoge. Diese stand auf dem Grundstück des hier heute befindlichen Verwaltungsgebäudes (Eingang über Doktorweg in den Innenhof). 

6. Von hier aus geht der Weg zunächst über die „Bismarckstraße” weiter auf die „Ameide”. Sie verläuft parallel zum Schlossgraben und führt zum Lippischen Landesmuseum, dem größten und ältesten Regionalmuseums Ostwestfalen-Lippes, zu dessen Besuch Sie sich Zeit nehmen sollten. Sechs interessante Sammlungen widmen sich nicht nur anschaulich der geschichtlichen Entwicklung Lippes, sehenswert ist ebenfalls die Abteilung Kulturen der Welt und die wohl älteste Mumie Europas - eine ca. 6400 Jahre alte Kindermumie aus Peru. Zum Landesmuseum gehören die Zehntscheune des Klosters Falkenhagen aus Sabbenhausen (1565) und das größte lippische Fachwerkhaus, das um 1590 als Kornlagerhaus der Domäne Schieder erbaut und 1956 hier wieder errichtet wurde.

7. Nun geht es rechts ab durch die „Grabbestraße” und über die viel befahrene „Paulinenstraße“ zum „Kaiser-Wilhelm-Platz“. Hier fällt der Blick auf die von 1905 - 08
erbaute Christuskirche mit der Fürstengruft des Hauses Lippe. Links vor der Kirche fällt ein Ehrenmal für die Gefallenen der Kriege 1870/71 und 1914/18 auf. An der Südseite des Geländes sieht man das ehemalige Landtagsgebäude und das alte Regierungsgebäude, die an die Selbstständigkeit des Landes Lippe bis 1947 erinnern. Danach geht es ein kurzes Stück auf der „Paulinenstraße“ entlang, benannt nach der Fürstin Pauline, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Lippischen Fürsten-
hauses. Sie führte von 1802 - 1820 die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn,  den Fürsten Leopold II. Von der „Paulinenstraße“ biegen wir links in die Bruchstraße, um vom „Bruchberg“ rechts in den „Wall“ einzubiegen. Auf dem Weg über den „Wall“ erkennt man auf der anderen Seite des Wassergrabens die alte katholische Kirche (heute inklusives Wohnprojekt), während rechts der stattliche Bau des ehemaligen Mädchen-Gymnasiums, das heute
u.a. in der stilvoll renovierten Turnhalle einen Veranstaltungsraum beherbergt, ins Auge fällt. Vom „Wall“ führt der Weg nach links in die „Freiligrathstraße”, benannt nach dem 1810 in Detmold geborenen Dichter Ferdinand Freiligrath, einem der bedeutendsten Söhne der Stadt. Er starb 1876 in Cannstatt.

8. Wir überqueren die „Krumme Straße“ und entdecken in der Gasse „Unter der Wehme” das Geburtshaus Freiligraths (Nr. 5) und das Sterbehaus des Dichters Christian Dietrich Grabbe (Nr. 7), der 1801 im nahegelegenen Haus Bruchstraße 27, dem ehemaligen Zuchthaus geboren wurde und 1836 starb. Gegenüber des Sterbehauses zweigt hinter einem schmiedeeisernen Tor eine der für Detmold so typischen
lauschigen „Tweten“ ab und führt um die klassizistische ehemalige Landessuperintendentur herum zum Marktplatz. Rechts und links der Eingangspfosten zur
„Superintendentengasse“ weisen zwei Gedenktafeln auf bedeutende Detmolder Demokraten aus der Zeit der Märzrevolution 1848 hin: Georg Weerth (1822-1850), den Friedrich Engels als „ersten und bedeutendsten Dichter des deutschen Proletariats“ bezeichnete und die politischen Publizisten Malvida von Meysenbug (1816-1903) sowie Theodor Althaus (1822-1852).

9. Zurück zur „Krummen Straße“: Vorbei an dem imposanten Gebäude der Volkshochschule (Nr. 20), geht es rechts vor dem Hotel „Detmolder Hof“, die „Lange Straße“ entlang über die „Hornsche Straße“ und weiter links an der barocken „Neustadt“ vorbei durch die „Parklandschaft Friedrichstal“. Der Friedrichstaler Kanal links diente Anfang des 18. Jahrhunderts Lustfahrten vom Schloss zu den barocken Gärten unterhalb des heutigen Freilichtmuseums. An der „Gartenstraße“ stoßen wir auf das Neue Palais, ein stattliches Gebäude, welches in den Jahren 1706 - 1718 von Graf Friedrich Adolf als Witwensitz für seine Gattin Amalie erbaut und um 1850 klassizistisch aufgestockt wurde. Heute befinden sich darin Teile der 1947 gegründeten Hochschule für Musik.

10. Den ehemals als barocke Anlage gestalteten, später (um 1850) in einen englischen Landschaftsgarten umgewandelten Palaisgarten kann man über die „Gartenstraße“ betreten oder gleich hinter dem Palais von der „Neustadt“ aus. Davor fällt eine 13 Meter hohe Betonstele ins Auge, die von dem Detmolder Bildhauer Karl Ehlers 1968 entworfen wurde.

11. Zwischen Palais und dem Konzerthaus der Hochschule für Musik verlassen wir den Palaisgarten, überqueren den Kanal und machen gegenüber einen Abstecher in die „Palaisstraße“. Am Haus Nr. 42 ist eine Gedenktafel angebracht, die an den Dichter Christian Dietrich Grabbe erinnert. Hier entstand 1818/19 Grabbes erstes Drama „Gothland”. Zurück geht es auf die Allee und dann links weiter, Richtung Innenstadt.

12. Vor dem Ampelüberweg gehen wir links ein paar Schritte in die „Paulinenstaße“, um neben dem Seniorenheim, auf dem ehemaligen Weinbergfriedhof, einen Moment an den Gräbern von C. D. Grabbe, seiner Mutter Dorothea und dem Grabdenkmal Fürstin Paulines zu verweilen. Zurück zur Ampel überqueren wir die „Paulinenstraße“ und gehen am ehemaligen „Hornschen Tor“ in die Fußgängerzone. Interessant sind die hübschen alten Giebel auf beiden Straßenseiten. Besonders auffallend auf der linken Seite ist das Schmerimenhaus (Nr. 14) mit einzigartiger Sandsteinfassade, dies wurde 1587 im Stil der Weserrenaissance erbaut. Es lohnt sich, von hier aus einen Blick in die idyllische „Auguststraße“ zu werfen.

13. Hinter dem „Detmolder Hof“ führt der Weg rechts in die „Exterstraße“ und nach wenigen Schritten links (am Haus 8a) auf eine Scheune aus dem 17. Jahrh. zu, die um 1720 zur Synagoge umgebaut wurde und bis 1907 (Einweihung der prachtvollen Synagoge in der „Lortzingstraße“) diesem Zweck diente. Rechts am ehemaligen jüdischen Lehrerhaus eine hebräische Inschrift.

14. Rechts an der Synagoge vorbei erreichen wir die 1988 zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geschaffene Gedenkstätte. In das Mahnmal wurden Repliken der wiederentdeckten Portalsäulen der 1938 angezündeten neuen Synagoge in der „Lortzingstraße“ eingebaut. Danach geht es zurück auf die „Exterstraße“, nach links und nach ca. 100 Metern in Detmolds viel besuchte „Adolfstraße“. Hier stehen acht Häuser als Zeile zusammengefügt, die in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. aus Platz- und Geldgründen an die Innenseite der Stadtmauer angebaut wurden. Einige der Häuser (Nr. 11-15) hat man 1968 nach Abbau rekonstruiert, einige nach 1980 unter Wahrung der Substanz saniert.

15. Am Ende der „Adolfstraße“ gelangen wir links durch die „Meierstraße“, die von einigen rustikalen Gaststätten geprägt wird, zurück zum Marktplatz.  
An der Ecke zur „Langen Straße“ befindet sich die „Hof-Apotheke“ aus dem 17.-18. Jahrhundert mit vorgesetzter Fachwerkfassade von 1905. Damit Sie Ihre Lateinkenntnisse nicht übermäßig strapazieren müssen, hier die Übersetzung der Giebelinschrift: „Frieden den Eintretenden, Gesundheit den Herauskommenden, Eintracht den Bewohnern.”

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Am besten eignet sich die Bushaltestelle Rosental, um in die Innenstadt zu gelangen. Alle Stadtlininenbusse halten dort.

Sie finden regelmäßig verkehrende Regionalzüge von und nach Herford und Bielefeld. bzw. Altenbeken und Paderborn vor. Von dort lässt sich auf das Fernverkehrsnetz umsteigen.

Anfahrt

Mit dem Auto:

Über die Autobahnen A2 Ruhrgebiet-Hannover (Ausfahrt Bielefeld-Zentrum, B66 Richtung Oerlinghausen/Detmold) und über die A33 (Ausfahrt Paderborn-Elsen, B1 Richtung Detmold/Hameln) kommt man einfach und bequem nach Detmold. Aus allen Richtungen beträgt die Entfernung zur jeweiligen Autobahn ca 25 km.

Parken

Sie können dem Parkleitring folgen und eines der Parkhäuser und Parkplätze an der Detmolder Innenstadt nutzen. Um diese am einfachsten zu erreichen, lassen Sie sich von den Hinweisschildern zu den Parkplätzen und Parkhäusern P1 bis P6 leiten.

Koordinaten

DG
51.935349, 8.878863
GMS
51°56'07.3"N 8°52'43.9"E
UTM
32U 491671 5753854
w3w 
///gärtner.einiges.treue
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Auf den geteerten oder gepflasterten Wegen ist keine besondere Ausrüstung notwendig.

Fragen & Antworten

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Bewertungen

5,0
(2)
Rolf Strate
24.07.2021 · Community
Lohnt immer wieder.
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Gemacht am 24.07.2021
Holger Wecks
28.08.2018 · Community
Alleine die Beschreibung hat schon Lust auf diese Tour gemacht. Nun kenne ich das schöne Detmold nebst seinen Parks mit sehenswerten Baumbestand. Daumen hoch! Im Strassengewühl ist die Navigation nicht immer leicht. Dann einfach improvisieren.
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Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
4,2 km
Dauer
1:05 h
Aufstieg
26 hm
Abstieg
26 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch botanische Highlights Geheimtipp

Statistik

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